Zeiträume für Fördermittel-Anträge

Zeiträume für Fördermittel-Anträge

Wer sich für Förderung und Zuschüsse interessiert, findet vielfältige Möglichkeiten. Bis zur Bewilligung oder Auszahlung ergeben sich in der Praxis deutliche Unterschiede.

Am schnellsten werden Anträge und danach Bewilligungen bearbeitet, wenn man eine von zwei Möglichkeiten wählt: Nicht allzu hohe Zuschüsse oder ein ganz eng umrissenes Programm, das eine bestimmte Branche oder Technologie anspricht. Vom Antrag bis zur Bewilligung sind dann vor allem regionale Koordinationsstellen und ausgewiesene Fachbereiche sehr schnell. Man kann teilweise schon nach etwas mehr als einer Woche das OK für den Start etwa von Beratungen oder die Unterstützung bei Produktentwicklungen bekommen.

Ganz anders sieht es aus, wenn es um sehr komplexe Projekte, Grundlagentechnologie oder sehr hohe Fördersummen geht. Kommt beispielsweise eine hohe staatliche Stelle ins Spiel (was teilweise automatisch ab bestimmten Summen passiert), dauert die Prüfung und Bewilligung oft schon deutlich länger. Das kann sich bis zu mehreren Monaten hinziehen, wenn neben deutschen Stellen auch die EU für die Bewilligung zuständig ist.

Auch die Art des Antrags ändert sich hierbei deutlich. Kleinere Standardaufgaben, etwa eine kurze Beratung für Online Marketing, erfordern idR wenig bürokratischen Aufwand und übersichtliche Formulare. Geht es beispielsweise um millionenschwere Projekte, Grundlagenforschung oder große Infrastrukturmaßnahmen, werden daraus schnell einmal ein oder mehrere DIN A4 Ordner. Man kann auch damit rechnen, dass bedeutend mehr Rückfragen gestellt werden und ein Projekt bis ins Detail überprüft wird.

Wer es eilig hat, kann teilweise lange Wartezeiten durch Wahl genau passender Programme umgehen. Auch kann eine Aufsplittung Sinn machenn, bei der einzelne Vorhaben vorgezogen und dann in schnelleren Programmen durchgeführt werden, während man die größten Teile etwa auf europäischer Ebene abbildet. Ganz klar aber ein Hinweis: Die Programme dürfen sich dann keinesfalls überlappen, weil sonst gegebenfalls Ausschlusskriterien greifen und eine Verwendung der großen Programme nicht mehr möglich ist.

ggrohs

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