Nicht nur national denken

Nicht nur national denken

Wer Geld investieren möchte und dazu Fördermittel sucht, kann durchaus auch über die Landesgrenzen hinweg handeln. Die EU beispielsweise fördert südeuropäische und osteuropäische Vorhaben zur Infrastruktur, zur Energiegewinnung und auch zur Energieffizienz. Die geförderten Projekte reichen dabei von lokalen Windkraftanlagen über den Ausbau der Industrie bis hin zu Großprojekten, etwa Kraftwerken.

Diese Fördermaßnahmen zielen sowohl auf die öffentliche Hand (bspw. Straßenbau), wie auch privatwirtschaftliche Unternehmungen. Man muss ja nicht gleich den Produktionsstandort verlagern und kann trotzdem in Rumänien, Polen, den baltischen Staaten oder Tschechien sehr schöne Fördermittel abrufen. Aber auch in den Krisenländern Griechenland, Spanien oder Portugal laufen Regionalförderungen der EU. Wer hier richtig investiert, schafft sich eine schöne Einkommensquelle und hilft gleichzeitig den notleidenden Südländern – was wiederum den Druck auf Deutschland als Zahler verringert.

Zurzeit laufen Überlegungen, größere Solarkraftwerke in den südlichen Ländern zu errichten. Das macht Sinn, denn je mehr die Sonne scheint, desto effizienter arbeiten die Anlagen. Gleichzeitig werden neue Technologien geschaffen, welche Europa als Ganzes unabhängiger von teuren Öl- oder Gasimporten machen. Die Wertschöpfungskette verbleibt dann komplett in der EU und sorgt hier für Wohlstand. Als Zückerchen gibt es obendrein noch Erfolge im Umweltschutz, da weniger fossile Energien verbraucht werden und damit weniger CO2 Ausstoß geschieht.

ggrohs

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