Das Joint Research Center der EU

Das Joint Research Center der EU

Wer sich fragt, wo viele Forschungsvorhaben koordiniert, beschlossen und hierdurch letztendlich gefördert werden, kann einmal einen Blick auf das Joint Resarch Center der Europäischen Union werfen. Dort erfolgt die Koordination von Forschungsvorhaben und natürlich auch eine Beurteilung von förderungswürdigen Themen.

Diese umfassen fast die Gesamtbreite aller irgendwie interessanten Forschungen. Dementsprechend finden sich von der Subvention und allgemeinen Förderung etwa bei Vernetzung von Energiesystemen sämtliche interessanten Daten und die aktuelle Situation in Europa. Auch bekommt man hier einen Überblick bezüglich verwendeter Mittel, wer etwas initiierte oder welche Formen von Zuschüssen gewährt wurden. Europaweit plus Norwegen und der Schweiz gab es so über 3 Milliarden EUR Investitionen in intelligente Systeme zur Energiererzeugung und -verteilung. Alleine in Deutschland sind über 500 Projekte in diesem Umfeld unterwegs.

Oder darf es eine nachhaltige Nutzung landwirtschaftlicher Betriebe sein? Dafür gibt es seit Oktober 2013 eine Initiative für den Boden, genannt European Soil Partnership. Mit sowohl landwirtschaftlichem Know-How bis hin zu Chemie, Biologie, Geowissenschaften und weiteren Disziplinen erforschen und verbessern europaweit Unternehmen, Hochschulen und staatliche Institutionen einen vernünftigen Umgang mit dem Boden. Ziel sind neben einer Optimierung von Erträgen selbstverständlich eine zukunftssichere und umweltfreundliche Nutzung.

Die Verbesserung der universitären Forschung geht einher mit sinnvoller Anwendung in der Industrie. Energiesparmaßnahmen für die riesigen Datencenter des Internet sind Gegenstand von Forschung, Optimierung und Fördermitteln. Die Gewässerökologie reicht bis zu Empfehlungen für Fangquoten und Artenschutz. Extrem anspruchsvolle Themenfelder, bei denen die einzelnen Mitgliedstaaten schnell überfordert wären. Hier entstehen letztendlich auch Vorschläge, um unterschiedliche Interessen der Mitgliedsländer sinnvoll auszugleichen.

Wenn die EU interessante Technologien oder wirtschaftlich anspruchsvolle Themen für sich entdeckt, folgen meist in kurzer Zeit europaweite Kampagnen, bei denen Forschungseinrichtungen aber auch Industrie, Hochschulen oder KMUs Unterstützung in der Projektierung bis zur Marktreife gewährt wird. Auch sind die Forscher teilweise beratend tätig oder nehmen selbst Impulse von anderen Forschungsträgern auf. Alleine schon die Koordination zwischen zwei Forschungseinrichtungen innerhalb der EU verhindert doppelte Entwicklungen und langsame Entwicklungsprozesse. Bis die EU in Fahrt kommt, dauert es naturgemäß länger als in einem Unternehmen. Aber wenn sie einmal in Fahrt ist, hat sie exzellente Mittel und das nötige Durchsetzungsvermögen.

 

 

ggrohs

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