EU-Fördermittel – 30 Prozent werden nicht abgerufen

EU-Fördermittel – 30 Prozent werden nicht abgerufen

In Deutschland werden nur rund 70 Prozent der zur Verfügung stehenden EU-Fördermittel abgerufen. Sowohl Firmen, wie auch die öffentliche Hand verzichten also auf ein Viertel bis ein Drittel der vorhandenen Subventionen und Zuschüsse. Gerade bei Kommunen und in einigen Teilen der Wirtschaftsförderung sowie bei Bildung gehen so Milliarden verloren, die im EU-Haushalt vorhanden sind. Dabei ist Deutschland noch recht fix im internationalen Vergleich.

In Osteuropa liegen viele Programme für Infrastruktur brach – keiner kümmert sich richtig darum. Egal, ob es Straßen, Brücken oder erneuerbare Energien sind, die Abrufquote liegt teilweise bei unter 40 Prozent. Ganz anders sieht es in Griechenland aus. Im Zuge der Wirtschaftskrise hat sich das Land massiv geändert und stellt im europäischen Vergleich die Spitzenposition in der Abrufquote dar. Dies liegt auch an der Hilfe durch erfahrene Berater der Europäischen Union selbst, die geeignete Fördermittel zugänglich machen.

Interessant ist, wie Fördertöpfe hierbei funktionieren. Zum Start eines Programms sind die Rahmenbedingungen bekannt und recht schnell reagieren Unternehmen wie Kommunen hier auf neue Möglichkeiten. Gerade, wenn im öffentlichen Haushalt Sperren drohen, steigt danach das Interesse an alternativen Finanzierungsmöglichkeiten.

Mit einer langfristigten Planung fährt man jedoch in der Regel besser. Dies ist wichtig beim Vergleich der verschiedenen Richtlinien und Sätze für Zuschüsse. Kennt man die genauen Starts und Konditionen, kann man interessante Projekte miteinander vergleichen und sich die besten Konditionen heraus picken oder sinnvoll miteinander kombinieren. Hier geht es um bares Geld im Unterschied der prozentualen Förderhöhe, dem Zeitpunkt und dem passenden Fördertopf.

Was in Deutschland durch Beratung erfolgreich durchgeführt wird, lässt immer noch reichlich Spielraum nach oben. Nehmen wir einmal nur an, dass die EU-Förderungen vollständig abgerufen würden, käme man auf viele interessante wie nachhaltige Projekte, die uns als Land und darin seinen Unternehmen langfristig nützen.

ggrohs

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